Thomas Tausend, Autor von „Alien im Wunderland“ — wer hinter Kirks Missionsberichten steckt

Thomas Tausend ist der Autor von „Alien im Wunderland“ — jenem Roman, in dem ich, Xyphor Venthax, meine Beobachtungen über die Spezies Mensch niedergelegt habe. Da mich in letzter Zeit auffallend viele Erdlinge fragen, wer dieser Mensch eigentlich ist, der meine Missionsberichte in eure Sprache gebracht hat, habe ich beschlossen, ihn selbst zum Gegenstand einer Untersuchung zu machen. Was folgt, ist ein Porträt meines Chronisten: Thomas Tausend, Autor von „Alien im Wunderland“ — Jahrgang 1966, wohnhaft in der Nähe von Frankfurt am Main, und nach meiner Einschätzung der einzige Erdling, der mir jemals länger als zehn Minuten ohne Kreischen zugehört hat.

Wer ist Thomas Tausend, der Autor von „Alien im Wunderland“?

Kirk-Meme: Kirk sucht mit der Taschenlampe unter dem Tisch nach dem sprichwörtlichen Groschen, während Oma Gerda zusieht — Aus dem Roman Alien im Wunderland
Aus dem Roman „Alien im Wunderland“

Beginnen wir mit den harten Daten, denn Erdlinge lieben Daten fast so sehr wie heißes Bohnenwasser.

  • Geburtsjahr: 1966 — nach irdischer Zählung also alt genug, um sich an eine Zeit zu erinnern, in der Telefone an Wänden festgeschraubt waren.
  • Wohnort: in der Nähe von Frankfurt am Main, gemeinsam mit seiner Familie, zu der auch zwei erwachsene Söhne gehören.
  • Name: „Thomas Tausend“ ist kein Pseudonym. Er heißt tatsächlich so. Ich habe mehrfach nachgefragt.
  • Frühe Veröffentlichungen: schon als Teenager schrieb er für Computermagazine wie Computer Kontakt und das ATARImagazin.
  • Beruflicher Hintergrund: als „ENTERtrainer“ hat er tausende Seminarteilnehmer mit Fachwissen, Erfahrung und Humor unterhalten.
  • Weitere Projekte: seit 2025 gibt er gemeinsam mit seiner Frau Sylvia eine Kollektion an Erwachsenen-Malbüchern heraus.

Bemerkenswert ist der letzte Punkt in der Namenszeile. Ich selbst benutze auf der Erde ein Pseudonym — warum ich mich ausgerechnet „Kirk“ nenne, habe ich an anderer Stelle ausführlich erklärt, und nein, einen Rang habe ich nicht. Mein Chronist dagegen kommt mit dem Namen aus, den ihm seine Eltern gegeben haben. Auf meiner Heimatwelt Varlor wäre das ein Zeichen von außergewöhnlicher Bescheidenheit. Hier heißt es offenbar einfach „Personalausweis“.

Vom ATARImagazin zum Roman: vier Jahrzehnte Schreiben

Ein Detail an der Biografie meines Chronisten finde ich aus varlorianischer Sicht besonders aufschlussreich: Er hat nicht als Romanautor angefangen, sondern als jugendlicher Fachautor für Rechenmaschinen. Wer als Teenager erklären muss, wie ein Heimcomputer funktioniert, lernt zwei Dinge gleichzeitig — Präzision und Geduld mit Lesern, die gerade zum ersten Mal etwas völlig Neues vor sich haben.

Genau diese Kombination brauchte es später für meine Berichte. Ich bin permanent in der Lage des Erstanwenders: Ich stehe vor euren Geräten und Ritualen wie ein Mensch vor einem Handbuch in einer fremden Sprache. Ob die leuchtenden Rechtecke in euren Händen, eure Formulare oder das Konzept Geld — erklärungsbedürftig ist bei euch praktisch alles.

Der Weg vom technischen Fachartikel zum satirischen Roman ist kürzer, als er aussieht. Beide Textsorten leben davon, dass jemand einen komplizierten Gegenstand von außen betrachtet und in verständliche Sätze übersetzt. Der Unterschied ist nur: Beim satirischen Science-Fiction-Roman darf man dabei lachen.

Der ENTERtrainer: Warum der Autor von „Alien im Wunderland“ Humor als Handwerk versteht

Kirk-Meme: Kirk im Museum vor einer Vitrine, streng beobachtet vom Wachpersonal — Aus dem Roman Alien im Wunderland
Aus dem Roman „Alien im Wunderland“

Vor dem Roman stand die Bühne. Als „ENTERtrainer“ hat Thomas Tausend jahrelang vor Seminargruppen gestanden und Fachwissen mit Humor verknüpft. Das ist, wie ich inzwischen weiß, keine Nebensächlichkeit, sondern die eigentliche Ausbildung für dieses Buch.

Denn wer live vor Menschen spricht, bekommt sofortiges Feedback. Ein Witz, der nicht zündet, zündet vor 200 Zuhörern hörbar nicht. Wer das ein paar hundert Mal erlebt hat, entwickelt ein Gefühl dafür, wann eine Pointe sitzt, wie lange ein Gedanke tragen darf und an welcher Stelle man von der Beobachtung zur Übertreibung wechseln muss. Genau dieses Timing trägt den Roman „Alien im Wunderland“ über seine gesamte Länge.

Hinzu kommt eine Haltung, die ich bei vielen euren Satirikern vermisse: Mein Chronist lacht über die Menschheit, aber nicht auf sie herab. Meine Berichte hätten leicht zu einer Abrechnung werden können — ein Blick von außen auf eure Gesellschaft liefert dafür mehr als genug Material. Stattdessen wurde daraus etwas Freundlicheres. Ihr seid unbestreitbar seltsam, aber ihr seid auf eine Art seltsam, die man ins Herz schließen kann.

Wie aus meinen Missionsberichten ein Roman wurde

Zur Entstehungsgeschichte, soweit ich sie preisgeben darf: Ich bin vom Kurs abgekommen und im Edersee in Nordhessen gelandet. Dort hat mich Oma Gerda aufgelesen — eine hessisch sprechende Dame, die einen vermeintlichen Touristen aus Hawaii bei sich einquartierte und, das sei erwähnt, beim Namen „Kirk“ bis heute an einen Schauspieler namens Kirk Douglas denkt. Von der hessischen Provinz aus ging es nach Frankfurt, wo ich meine eigentliche Feldforschung aufnahm.

Was mein Chronist aus diesem Material gemacht hat, ist bemerkenswert: Er hat die Ich-Perspektive konsequent durchgehalten. Der gesamte Roman wird aus meiner Sicht erzählt. Keine allwissende Erzählstimme erklärt zwischendurch, wie ein Aufzug funktioniert oder warum man sonntags in große steinerne Gebäude geht. Ihr seid die ganze Zeit in meinem Kopf — mit allen Lücken, Fehlschlüssen und emotionalen Fehlkalibrierungen, die dazugehören.

Das ist riskant: Der Autor darf nie eingreifen und dem Leser zuzwinkern, sondern muss darauf vertrauen, dass ihr selbst merkt, wann ich danebenliege. Genau diese Zurückhaltung trägt das Buch — wer „Per Anhalter durch die Galaxis“ mochte, findet hier eine verwandte, aber deutlich deutschere Tonlage.

Was Thomas Tausend außerdem veröffentlicht hat

Kirk-Meme: Kirk mit Datenpad in einer Einkaufsstraße voller Rabattschilder — Aus dem Roman Alien im Wunderland
Aus dem Roman „Alien im Wunderland“

Mein Roman ist nicht sein einziges Werk. Zum Gesamtbild gehören mindestens drei weitere Linien:

  1. „Früher war alles HEUTE!“ — ein humorvoller Blick auf das Verhältnis von Früher und Heute. Für mich als Außenstehenden hochinteressant: Erdlinge vergleichen die Gegenwart offenbar permanent mit einer Vergangenheit, die sie sich teilweise selbst zurechtgelegt haben.
  2. 3D-Malbücher für Erwachsene — seit 2025 gemeinsam mit seiner Frau Sylvia herausgegeben. Erwachsene Menschen füllen freiwillig vorgezeichnete Flächen mit Farbe aus. Ich habe es ausprobiert. Ich verstehe es noch immer nicht. Es beruhigt aber tatsächlich.
  3. Fachartikel für Computermagazine — die früheste Schicht, aus der später alles andere gewachsen ist.

Aus dieser Aufzählung ergibt sich ein Muster, das ich in meinem Bericht an die Heimatwelt so formuliert habe: Dieser Erdling erklärt Dinge. Er hat nur den Gegenstand gewechselt — von Rechenmaschinen zu Menschen.

Kirks Missionsbericht über seinen Chronisten

Zum Abschluss der Untersuchung ein paar persönliche Beobachtungen, die ich in keinem Impressum gefunden habe:

  • Er hört zu. Das ist auf diesem Planeten seltener, als ihr glaubt. Die meisten Erdlinge warten lediglich darauf, wieder selbst sprechen zu dürfen.
  • Er hat mich nie gebeten, meine Berichte höflicher zu formulieren. Auch nicht die über euer ewiges Habenwollen.
  • Er hat verstanden, dass eine Beobachtung witziger wird, wenn man sie nicht kommentiert.
  • Er besteht darauf, dass ich als Erzähler für meine eigenen Irrtümer geradestehe. Auch für die peinlichen.

Kontakt aufnehmen kann man übrigens direkt über die Kontaktseite oder die Seite Über mich. Ich habe getestet: Er antwortet. Auch Außerirdischen.

Weiterlesen: Kirks Missionsberichte im Überblick

Wer nach diesem Porträt direkt in meine Beobachtungen einsteigen möchte, findet hier die wichtigsten Stationen:

Fazit: Thomas Tausend, Autor von „Alien im Wunderland“

Thomas Tausend, der Autor von „Alien im Wunderland“, ist ein 1966 geborener Schriftsteller aus der Nähe von Frankfurt am Main, der seine Schreiblaufbahn als Teenager mit Fachartikeln für Computermagazine begann und später als „ENTERtrainer“ tausende Seminarteilnehmer mit Humor unterhielt. Der Name ist echt, kein Pseudonym. Aus dieser Mischung — technische Genauigkeit, Bühnenerfahrung und ein wohlwollender Blick auf die eigene Spezies — ist ein Roman entstanden, der die Menschheit von außen betrachtet, ohne sie vorzuführen.

Aus meiner Sicht, und ich habe inzwischen einiges an Vergleichsmaterial: Es hätte mich deutlich schlimmer treffen können.

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Den Roman „Alien im Wunderland“ von Thomas Tausend

Häufig gestellte Fragen zu Thomas Tausend und „Alien im Wunderland“

Ist „Thomas Tausend“ ein Pseudonym?

Nein. Thomas Tausend, der Autor von „Alien im Wunderland“, heißt tatsächlich so. Er stellt das auf seiner eigenen Website ausdrücklich klar. Ein Pseudonym benutze in diesem Gespann nur ich — ich heiße eigentlich Xyphor Venthax und nenne mich auf der Erde Kirk.

Wann und wo wurde Thomas Tausend geboren?

Thomas Tausend ist Jahrgang 1966 und lebt heute mit seiner Familie, zu der zwei erwachsene Söhne gehören, in der Nähe von Frankfurt am Main. Diese Region taucht nicht zufällig auch im Roman auf.

Welche Bücher hat Thomas Tausend außer „Alien im Wunderland“ geschrieben?

Neben dem Roman „Alien im Wunderland“ hat er „Früher war alles HEUTE!“ veröffentlicht und gibt seit 2025 gemeinsam mit seiner Frau Sylvia eine Kollektion an Erwachsenen-Malbüchern heraus. Seine ersten Texte erschienen bereits in den 1980er-Jahren in Computermagazinen wie Computer Kontakt und dem ATARImagazin.

Worum geht es in „Alien im Wunderland“?

„Alien im Wunderland“ ist ein satirischer Science-Fiction-Roman über Xyphor Venthax, einen Außerirdischen vom Planeten Varlor, der sich in einen Menschen verwandelt, in Nordhessen strandet und von dort aus als „Kirk“ die Menschheit erforscht. Der Roman wird durchgehend aus seiner Perspektive erzählt. Eine ausführliche Vorstellung des Romans gibt es hier.

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