Ist Star Trek echt? Ein Alien klärt auf – Kirks Missionsbericht

Ist Star Trek echt? Die kurze, ehrliche Antwort lautet: Nein. Star Trek ist eine fiktive Fernsehserie, die Gene Roddenberry 1966 erfunden hat. Die Enterprise ist ein Requisit, die Brücke ist ein Studio-Set, und der berühmte Captain ist ein Schauspieler-Job. Wer das nicht glauben mag, ist in guter Gesellschaft: Auch ein Alien von einem ganz anderen Planeten hat es zunächst nicht glauben wollen. Sein Name ist Xyphor Venthax, kurz Xy, und auf der Erde nennt er sich Kirk, weil er genau diesen Captain so sehr bewundert.

In diesem Beitrag klären wir die Frage ernsthaft und mit viel Augenzwinkern. Was ist an Star Trek erfunden, was ist erstaunlich nah an der Wirklichkeit, und warum stellt ausgerechnet ein Außerirdischer die Frage, ob das alles echt ist? Wer den Hintergrund kennt, versteht auch, warum der Roman „Alien im Wunderland“ so viel Spaß macht. Mehr dazu in unserem Überblick zum Roman.

Ist Star Trek echt? Die klare Antwort in drei Sätzen

Star Trek ist ein fiktives Science-Fiction-Universum. Es besteht aus Serien, Filmen, Büchern und Spielen, die in der Zukunft spielen. Kein Raumschiff, keine Föderation und keine Warp-Antriebe aus dieser Welt existieren in Wirklichkeit. Das ist die zitierfähige Kurzfassung für alle, die es genau wissen wollen.

Spannender wird es bei der Frage, warum sich die Serie so echt anfühlt. Das liegt an einem Kunstgriff: Star Trek behandelt echte menschliche Probleme in erfundenen Kulissen. Streit, Neugier, Vorurteile, Freundschaft und Bürokratie werden auf fremde Planeten verlegt, und plötzlich sieht man sie klarer. Genau dieses Prinzip nutzt auch die Satire. Wer wissen möchte, warum wir Menschen dieses Spiel so lieben, findet in unserem Beitrag über Science-Fiction und Humor mehr.

Kirk-Meme: Missionsbericht über die Mondlandung 1969 und den Stillstand seitdem — ein Alien sitzt im Sessel vor einem alten Fernseher mit Astronaut
Aus dem Roman „Alien im Wunderland“

Warum fühlt sich Star Trek so echt an? Vier Gründe

  1. Das Timing: Die Originalserie lief von 1966 bis 1969. Im Sommer 1969 landeten tatsächlich Menschen auf dem Mond. Fernsehen und Wirklichkeit lagen damals so nah beieinander wie nie.
  2. Die Technik: Vieles wirkt wie eine Vorhersage. Klappbare Handgeräte zum Telefonieren und flache Tablets in der Hand tauchen in der Serie früh auf. Heute tragen wir sie in der Hosentasche, und Kirk bekommt auf der Erde selbst eines. Wie das ausgeht, steht in unserem Beitrag über Smartphones aus Alien-Sicht.
  3. Die Haltung: Die Serie erzählt von einer Zukunft, in der Menschen zusammenarbeiten. Das ist Wunschdenken, aber ein sympathisches.
  4. Die Fans: Als die Raumfähre der NASA in den 1970er Jahren einen Namen bekommen sollte, setzten sich Fans per Briefaktion für „Enterprise“ ein. Das erste Testexemplar trug diesen Namen tatsächlich. Das Schiff war echt, aber es flog nur für Tests in der Atmosphäre.

Ist Star Trek also echt? Die Geschichten nicht, die Wirkung schon. Das ist ein feiner Unterschied, den ein Alien erst lernen muss.

Wenn ein Alien fragt: Ist Star Trek echt für Kirk?

Hier kommt Xy ins Spiel. Er landet auf der Erde, um die Menschen zu beobachten, und braucht dafür einen irdischen Namen. Seine Wahl fällt auf Kirk, denn der Captain der Enterprise kommt ihm wie ein Vorbild vor: mutig, neugierig, höflich zu Fremden. Mit diesem Namen läuft er nun durch Frankfurt, und es gibt dabei übrigens keinen Rang davor. Oma Gerda denkt bei „Kirk“ ohnehin an einen ganz anderen Namensvetter, nämlich an Kirk Douglas. Das sorgt für Missverständnisse am Küchentisch, und wir verraten nicht, wie viele.

Im Verlauf des Romans kommt der Moment, in dem Kirk wissen will, ob wenigstens die Enterprise echt ist. Er fragt aufgeregt nach, und die Antwort, die er bekommt, trifft ihn härter, als man bei einem Außerirdischen erwarten würde. Mehr verraten wir bewusst nicht, denn dieser Moment funktioniert am besten, wenn man ihn selbst liest. Wer sich vorab ein Bild machen möchte, findet eine Zusammenfassung ohne Spoiler.

Der Witz dahinter: Ein Wesen, das tatsächlich durchs All gereist ist, bewundert eine erfundene Raumfahrt. Für Xy ist der Orbit der Erde kein Fernsehbild, sondern ein Hindernisparcours. Kirk beobachtet, dass die Menschen ihren Orbit mit Satelliten vollgestellt haben, und kommentiert das gewohnt trocken.

Kirk-Meme: Missionsbericht über den vollgestellten Erdorbit — ein Alien im Raumschiff rammt beim Anflug einen Satelliten
Aus dem Roman „Alien im Wunderland“

Was Menschen an Star Trek lieben, und was Kirk darüber denkt

Aus Kirks Missionsberichten lässt sich eine kleine Liste ableiten, was Star Trek für Menschen so anziehend macht. Er hat sie, so sagt er, nach langer Beobachtung zusammengestellt:

  • Gemeinsames Fernsehen: Menschen schauen Geschichten über die Zukunft, um die Gegenwart besser auszuhalten. Mehr dazu im Beitrag über Fernsehen und Werbung.
  • Kostüme: Wer sich als Außerirdischer verkleidet, fühlt sich dazugehörig. Das verblüfft einen echten Außerirdischen, der selbst nur verkleidet ist. Siehe Verkleidungen aus Alien-Sicht.
  • Das Kinoerlebnis: Ein großer Saal, ein riesiger Eimer Popcorn und eine halbe Stunde Werbung vorab. Kirks Gedanken dazu stehen in Kirks Bericht über Kino und Film und in der Popcorn-Analyse.
  • Das Verständnis: Menschen wollen verstanden werden, auch von Fremden. Daran scheitert Xy gelegentlich, wie „Alien versteht Menschen nicht“ zeigt.
Kirk-Meme: Missionsbericht aus dem Kino — ein Alien schaut auf die Uhr, während Werbung läuft
Aus dem Roman „Alien im Wunderland“

Dass Menschen eine halbe Stunde Werbung ertragen, nur um danach Geschichten über fremde Welten zu sehen, hält Kirk für das eigentlich Unglaubliche. Die Serie ist erfunden, die Geduld der Zuschauer ist es nicht.

Fiktion erklärt die Wirklichkeit: Warum ein Alien-Roman funktioniert

Hier schließt sich der Kreis. Star Trek zeigt, wie ein Blick von außen die Menschheit klarer erscheinen lässt. „Alien im Wunderland“ dreht das Prinzip um: Nicht die Menschen reisen zu den Aliens, sondern ein Alien landet mitten in Frankfurt. Der Roman ist eine Satire mit Herz, kein Weltraumepos. Er liefert die Erklärung, die man sonst nur aus der Fernsehserie kennt, nämlich dass fremde Augen vertraute Dinge neu sichtbar machen. Wer Humor mit Tiefgang mag, wird hier fündig. Ähnliche Leser interessieren sich oft auch für Bücher wie „Per Anhalter durch die Galaxis“, und satirische Science-Fiction-Romane sind ohnehin eine eigene kleine Welt.

Wie erklärt man einem Alien eigentlich die Erde? Die Antwort steckt in Zelpans System, das wir im Beitrag „Wie erklärt man einem Alien die Erde“ vorstellen. Und wer jemandem aus der Science-Fiction-Fraktion eine Freude machen will, findet im Geschenk-Guide für Science-Fiction-Fans passende Argumente.

Fazit: Ist Star Trek echt? Nein, aber es wirkt

Ist Star Trek echt? Als Realität nicht, als Idee unbedingt. Die Enterprise wird nie ablegen, aber sie hat Generationen von Menschen dazu gebracht, über Neugier, Zusammenhalt und das Unbekannte nachzudenken. Kirk, unser Alien mit dem geliehenen Namen, hat das auf seine Weise begriffen: Wer die Menschen verstehen will, muss ihre Geschichten ernst nehmen, auch die erfundenen. Wer wissen möchte, wie dieser Moment der Ernüchterung im Roman aussieht, sollte „Alien im Wunderland“ selbst lesen. Ganz ohne Spoiler: Es lohnt sich.

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Häufig gestellte Fragen zu „Ist Star Trek echt?“

Ist Star Trek eine wahre Geschichte?

Nein. Star Trek ist reine Fiktion, erfunden von Gene Roddenberry und erstmals 1966 im Fernsehen gezeigt. Die Figuren, Raumschiffe und Völker sind frei erfunden.

Gibt es die Enterprise wirklich?

Das Raumschiff aus der Serie existiert nicht. Allerdings trägt eine Testraumfähre der NASA den Namen Enterprise, nachdem sich Fans dafür eingesetzt hatten. Sie hat den Weltraum nie erreicht.

Warum fragt Kirk im Roman, ob Star Trek echt ist?

Weil er den Captain der Enterprise bewundert und sich deshalb Kirk nennt. In „Alien im Wunderland“ will er wissen, ob wenigstens das Raumschiff echt ist. Die Antwort verraten wir nicht.

Ist „Alien im Wunderland“ ein Star-Trek-Roman?

Nein. „Alien im Wunderland“ ist ein eigenständiger satirischer Roman von Thomas Tausend. Er spielt in Frankfurt und Nordhessen und erzählt von Xyphor Venthax, der auf der Erde als Kirk lebt, und von Oma Gerda.

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